
LiteraturPLUS: 56 % nutzen bereits KI – aber nur 27 % qualifizieren ihre Mitarbeitenden
Worum es geht:
56 % der Unternehmen in Deutschland nutzen bereits generative Künstliche Intelligenz – doch nur 27 % haben ihre Beschäftigten dafür gezielt geschult. Diese Diskrepanz zeigt die TÜV-Weiterbildungsstudie 2026 eindrucksvoll.
Die Studie untersucht, wie Unternehmen den Wandel durch Künstliche Intelligenz gestalten und welche Rolle Weiterbildung dabei spielt. Sie macht deutlich: Die Einführung neuer Technologien schreitet vielerorts schneller voran als der Aufbau der dafür notwendigen Kompetenzen.
Im Fokus stehen:
- Künstliche Intelligenz im Arbeitsalltag
- Qualifizierung und Kompetenzentwicklung
- Weiterbildungsstrategien in Unternehmen
- Zukunftsfähigkeit von Beschäftigten und Organisationen
Die zentrale Botschaft: Der Erfolg von KI entscheidet sich nicht allein an der Technologie, sondern an den Menschen, die sie kompetent und verantwortungsvoll einsetzen.
Zentrale Erkenntnisse:
KI ist längst im Arbeitsalltag angekommen.
Mehr als die Hälfte der befragten Unternehmen setzt bereits generative KI ein oder befindet sich in der Einführung entsprechender Anwendungen.
Zwischen Technologie und Qualifizierung klafft eine Lücke.
Während KI zunehmend genutzt wird, investieren bislang nur vergleichsweise wenige Unternehmen systematisch in den Aufbau entsprechender Kompetenzen ihrer Beschäftigten.
Weiterbildung braucht eine klare Strategie.
87 % der Unternehmen bewerten Weiterbildung als wichtig oder sehr wichtig. Dennoch verfügen nur 29 % über eine schriftlich festgelegte Weiterbildungsstrategie. Die Studie zeigt: Nachhaltige Kompetenzentwicklung gelingt dort am besten, wo Lernen langfristig geplant und strategisch verankert wird.
Kontinuierliches Lernen wird zum Erfolgsfaktor.
Mit der rasanten Entwicklung neuer Technologien reichen einmalige Schulungen nicht mehr aus. Unternehmen und Beschäftigte müssen Lernen als kontinuierlichen Prozess verstehen.
Relevanz für die Praxis:
Für Organisationen bedeutet das:
- KI-Einführung und Kompetenzentwicklung sollten gemeinsam geplant werden.
- Weiterbildung braucht klare Ziele und eine langfristige Strategie.
- Führungskräfte sind wichtige Multiplikatoren für eine lernförderliche Unternehmenskultur.
- Beschäftigte sollten frühzeitig in Veränderungsprozesse eingebunden werden.
Für Einzelpersonen:
- KI-Kompetenzen entwickeln sich zur Schlüsselqualifikation in vielen Berufsfeldern.
- Kontinuierliches Lernen stärkt die eigene Beschäftigungsfähigkeit.
- Offenheit für neue Technologien und die Bereitschaft zur Weiterentwicklung werden immer wichtiger.
Für wen besonders interessant?
- Personalentwicklung & HR
- Führungskräfte
- Weiterbildungsanbieter
- Betriebs- und Personalräte
- Beschäftigte, die ihre KI-Kompetenzen gezielt ausbauen möchten
Fazit:
Die TÜV-Weiterbildungsstudie 2026 zeigt deutlich: Der technologische Wandel ist in vollem Gange – der Kompetenzaufbau muss Schritt halten. Unternehmen, die Weiterbildung strategisch verankern und ihre Mitarbeitenden gezielt auf den Einsatz von KI vorbereiten, schaffen die Grundlage für nachhaltigen Erfolg. Denn nicht die Technologie allein entscheidet über die Zukunftsfähigkeit eines Unternehmens, sondern die Menschen, die sie kompetent nutzen.
Quelle: TÜV-Verband, TÜV-Weiterbildungsstudie 2026. Die Originalpublikation finden Sie auf der Website des TÜV-Verbands.
